… denn: es ist doch so schön hier in der Schärenwelt. Bevor wir Malmön verlassen verschlägt uns noch ein kurzer Besuch im Loppis = Flohmarkt. Wunderschön in einer alten Fischerhütte entdecken wir hier unsere Rum-Becher. Passend für unser Rumfass haben wir nun eine tolle und sinnvolle Erinnerung gefunden. Wieder einmal mit einem schönen Gespräch – überhaupt kommen wir überall schnell mit Einheimischen und Seglern ins Gespräch. Das mag oft am Sturmvogel und auch an Lütt‘n liegen. Klassische Boote sind tatsächlich kaum anzutreffen. Daher fallen wir in den Häfen schon auf. Bevor es weitergeht geht einer von uns tauchen: beim Abwasch ist unser Kaffeesieb über Bord gegangen. Sandra hat abgewaschen – Carsten taucht. Da passt heute die Aufteilung doch mal. Weiter geht´s: also weil es so schön ist drehen wir auch noch eine Runde um die Insel Orust. Ansässige Werften wie Halberg Rassy, Vindö oder Malö besuchen wir nicht – werfen nur einen Blick hinüber. Viel schöner ist die Landschaft die uns umgibt. Wunderschönstes Landschaftssegeln erwartet uns hier. Niedliche, kleine Häfen und wieder unzählige Ankerplätze – man könnte tagelang hier verweilen. Wir bleiben drei Tage: Ellös mit dem besten Bäcker (unbedingt Kanelbullar mit Zitrone testen!), Vindön – ein kleiner Hafen mit anliegendem Campingplatz und eine Nacht an einem grandiosen Ankerplatz an einer Schäre (Stora Dyrön). Auf dem Weg hierher konnten wir bei Flautesegeln einmal wieder zwei Makrelen angeln. Carsten hat Geschmack an Austern gefunden und so gab es zum zweiten Mal frischeste Austern zur Vorspeise. Am Abend werden wir noch von zwei schwimmenden Hirschen überrascht – leider war kein Fotoapparat zur Hand. Wir genossen gerade den Rotwein oben auf der Schäre als unterhalb von uns zwei Tiere die Schären wechselten. Einige Eindrücke bleiben eben nur in Erinnerung – was schön und gut ist. Am nächsten Tag segeln wir 30 sm nach Vrängö. Bestes Wetter und beste Bedingungen. Fast ein wenig viel Sonne. Unterwegs weichen wir einem Regattafeld aus. International ist hierunterwegs. Spannend anzusehen. Der Hafen von Vrängö ist klein, gemütlich, überschaubar. Wir treffen auf bekannte Gesichter. Wie klein die Welt doch ist. Es ist Donnerstag und es ist deutlich zu spüren das die Ferien der Schweden losgehen – es wird Zeit für uns … auf überfüllte Häfen haben wir keine Lust. Ein kleiner Spaziergang über die recht karge Insel, Räucherfisch einkaufen und weiter. Wir kommen nur 15 sm weit. Eine harte Kreuz und so entschliessen wir nach 3,5 Stunden den nächsten Hafen anzulaufen. Für die Nacht sind 6 bft vorhergesagt – da macht ankern nicht viel Spaß und der Bereich, dass wir uns hinter einer Schäre verstecken können, ist fast vorbei. So nehmen wir was es gibt: wir landen in Lerkil. Hier bereiten wir schon einmal alles für die Weiterfahrt vor. Ein Ort zum Bleiben ist es für uns nicht – nach einer grossen Hunderunde beschliessen wir am nächsten Morgen auf jeden Fall weiterzuziehen. Pünktlich am Abend kommt dann ordentlich Wind und Regen. So können wir endlich einmal wieder Fotos sortieren und berichten. Unter Deck ist es ja auch gemütlich – und warm ist es sowieso.















