Hund an Bord

Lütt‘n nach dem Törn – entspannt

Wie macht ihr das mit dem Hund?

Eine Frage, die wir oft hören. Wir können hier natürlich nur mit unseren Erfahrungen mit Lütt‘n antworten. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen. Lütt‘n, eine Parson Jack Russel Hündin, wurde schon als Welpe an Stege, Wasser, Boote gewöhnt. Sie liebt Wasser über alles – segeln findet sie ok, denken wir. Wir können es ja nicht wissen. Sie nimmt kein Reissaus wenn wir zum Boot gehen. Wir würden aber behaupten: der Hauptgrund das sie mitmacht ist: wir sind ihr Rudel. Sie möchte bei uns sein.

Wir versuchen ihr die Fahrten so angenehm wie möglich zu gestalten: warme, dicken Kissen zum verkriechen. Je nach Lage auch gestützt.

Sie HASST! ihre Schwimmweste. Anfangs meinten wir es gut aber es war eine Quälerei für sie. Sie hat sich keinen cm bewegt und war totunglück mit der Weste. Wir handhaben es so: wir haben ein 3-teiliges Geschirr aus welchem sie nicht herausrutschen kann. Auf Fahrt ist sie immer angeleint. Und zwar so das sie sich maximal im Cockpit bewegen kann. Somit kann sie nie über Bord fallen.


Wenn sie ihr Geschäft erledigen muss – was meist durch aufregendes hin und herzappeln angezeigt wird, geht einer von uns angeleint mit ihr auf das Vorschiff. Wir haben ein schwarzes Handtuch: darauf darf sie ihr Geschäft erledigen. Klappt nicht immer, ist aber ok. Ein paar Pütz Eimer Wasser beseitigen die Spuren. Das Handtuch wird einige Zeit hintenaus an einer Leine gespült, getrocknet und wartet dann auf seinen nächsten Einsatz.

Meist schläft sie und ansonsten wird sie von der Freiwache versorgt. Bei gutem Seegang gib‘s Suchspiele auf und unter Deck. Ein Hund an Bord ist defintiv eine Bereicherung – man muss aber auf die Zeichen achten und darf ihn auch nicht überfordern. Nach einer anstrengenden Passage braucht sie öfter länger Erholung – mehr wie wir. Darauf sollte man unbedingt Rücksicht nehmen.
Wir würden uns immer für einen kleinen Hund entscheiden. Wer schon einmal mit einem Hund im Gepäck eine Spundwand rauf- oder herunter musste weiss wieso. Sie ist mit 7 kg immer gut händelbar.

Für den Norwegen Turn habe ich ihr einen zweiteiligen “Schlafsack“ genäht. Lütt‘n will auch bei schlechtestem Wetter unbedingt bei uns draussen sein. Wir haben kein geschütztes Cockpit oder eine Sprayhood. Somit ist sie dem Wetter und überkommenden Wasser ausgesetzt. Der neue Sack besteht aus einer wasserdichten Hülle mit innenliegendem Schaffell. Das Schaffell hatte sie schon vorher. Daher kannte sie den Geruch und hat sich schnell daran gewöhnt und verkriecht sich immer darin. Hauptsache dabei. Bei weiteren Fragen gerne melden!