… endet hier: Skagen. So lautet die Aussage erfahrener Segler oder Salzbuckel- wie auch immer. Nachdem man die sicherere Hafenanlage in Skagen verlässt , den weiten Weg um die Landzunge an der Nordspitze passiert hat, beginnt das Abenteuer. Es gibt sicherlich Tage, da ist das Skagerrak vergleichbar mit einem Ententeich. Es ist aber eher für seine je nach Wetterlage auftretenden schwierigen Seebedingungen aus Wind und Seegang bekannt. So haben wir sämtliche Wetterdaten studiert, abgewogen und uns in der früh um 6 Uhr auf den etwas längeren Weg an die norwegische Südküste gemacht. Die Wettervoraussage: West, Südwest drehend anfangs 3-4 steigend 5 und 1 Meter See. Das sollte mit gerefften Gross und 110% Genua gut zu meistern sein. Für die Strecke von etwa 80 sm kalkulierten wir ca. 12-14 Stunden. Soweit der Plan. Draussen erwartete uns schon eine recht frische Brise. Nachdem wir die Nordspitze Skagens passiert hatten sollte es hoch am Wind ausserhalb des Verkehrstrennungsgebietes Richtung Norden gehen. Das war nicht zu schaffen. Der Wind kam aus West mit schon bis zu 20 Knoten und die Welle betrug jetzt schon gute 2 Meter. Wir queren also das Gebiet, besprechen kurz die Situation und entscheiden ins nähergelegene Schweden abzulaufen. Keiner von uns hat Lust die nächsten 70 sm durchzubolzen. Nach Schweden sind es im besten Fall noch 25-30 sm. Bei weiter steigendem Wind und Welle die, nicht nur seemännisch betrachtet, vernünftigste Entscheidung. Glücklicherweise sind die passenden Kartensätze an Bord und wir finden eine machbare Einfahrt. Raumschots geht‘s mit bis zu 10 Knoten gen Westen. Am frühen Nachmittag laufen wir in Smögen ein. Es hätte wirklich schlechter kommen können. Ein lebendiges, touristisches Örtchen wo wir zum Glück ganz hinten, am Ende der Promenade, einen begehrten Platz direkt neben einem Felsen ergattern. Smögen ist einer der Hauptumschlagplätze der schwedischen Fischindustrie. Er besitzt einen natürlichen Hafen. Die Smögenbryggan ist ein fast 1 km langer Holzsteg der sich an Granitfelsen entlang des Hafens schlängelt. Hier liegen wir auch direkt an. Die alten Fischerhäuschen sind typisch schwedenrot und ausserhalb befindet sich ein toller Pfad entlang der vielen Felsen. Baden, wandern … was das Herz wünscht. Die nächsten Tage bleiben windig/stürmisch. Wir wettern ab, genießen einmal nichts zu tun und haben das Gefühl, langsam im Urlaub anzukommen. Die Landschaft ist unbeschreiblich schön. Wir werden uns hinter den Schären versteckend weiter fortbewegen. Mal sehen, wohin. Kosterhavet wurde uns empfohlen. Da soll es sogar Schwertwale zu sehen geben. Das wäre was!










Wilkommen in Schweden!! Da lässt sich wunderbar schlechtes Wetter abwarten.
Du auch? Seid ihr noch im Süden unterwegs?