… nun doch endlich. Nachdem wir aufgrund der Windsituation schon in Gedanken weiterhin in Schweden und Dänemark zu bleiben waren, hat‘s uns heute bei einem wunderschönen Segeltag nach Norwegen gebracht. Wir haben unter Segeln die wunderschöne Ankerbucht verlassen – nicht ohne vorher noch einen ausgiebigen Spaziergang auf der kleinen Insel mit Lütt‘n (inklusive zahlreicher Zecken) zu machen. Wir visieren die Kostersinseln an, es läuft aber gerade wunderbar und Norwegen ist nicht weit: also segeln wir bei Sonne und guten 10 Bft. die 25 sm nach Edholmen in Norwegen. Hier liegen wir wieder in einer wunderschönen Bucht mit moderner Hafenanlage. Zum Glück noch leer und der Betrieb noch nicht fertiggestellt. Bar zahlen ist nicht möglich (wir haben keine norwegischen Kronen), Kartenleser ist noch nicht in Betrieb und weit und breit kein Geldautomat. Also wird es günstig für uns. Das alternativ angebotene Bier lehnt der Hafenmeister dankend ab. Doppelt gespart.
Wir entscheiden den Weg weiter nach Westen anzupeilen. Am nächsten Morgen geht es früh los. Wir möchten den Oslofjord queren und es ist wenig Wind vorhergesagt. Für die knapp 30 sm bräuchten wir unter Motor etwa 6 Stunden. Nach 2 Stunden erreichen wir wieder das offenen Wasser: Skagerrak kurz vor Einfahrt zum Oslofjord. Passend frischt der Wind auf und wir können anfangs entspannt, später sportlich die Strecke nach Stavern segeln. Mit aufkreuzen waren es dann doch 45 sm.
Stavern hat eine relativ grosse Hafenanlage, ist aber sehr gemütlich. Es soll der Ort mit den meisten Sonnentagen in Norwegen sein: 200 an der Zahl. Wir liegen am Gästeschlengel und haben einen tollen Ausblick. Abends gibt‘s endlich einmal wieder Pizza. Extra ohne Schinken. Dankenderweise haben sie uns dann Salami gegeben. Vielleicht hätten wir erwähnen sollen das wir grundsätzlich kein Fleisch haben möchten. Egal. Lütt‘n freut sich und ich esse drumherum. War mit 49€ ja auch ein Schnäppchen.
Der nächste Tag soll dann mal wieder ein Lütt’n-Tag (Hafentag) sein. Ausschlafen und einmal mehr als nur die Hafenanlage sehen. Und das lohnt sich: werden hier doch wunderschöne offene Holzboote restauriert und gefahren. Wir schauen uns die Boote und natürlich auch die Fredriksvern Werft an. Die Fredsskipene Boote werden von ihren Eignern liebevoll restauriert und gepflegt. Originalgetreu mit ausschliesslich Motoren der Firma Sleipner. Natürlich kommen wir ins Gespräch.
Am Nachmittag zieht dann ordentlich Wind und Regen auf: das macht nichts. Hatten wir doch die letzten Tage ausreichend Sonne und können so mal wieder gemütlich unter Deck sitzen und uns um Logbuch, Fotos und Reisebericht kümmern. Ausserdem kommen so auch einmal die eingeweckten Suppen zum Einsatz.














