welche aus über 55 großen und kleinen Inseln besteht. Wir hatten ursprünglich vor sie in diesem Jahr auszulassen, konnten uns dann aber doch nicht durchringen. Von Maasholm aus geht es Raumschots (schräg achterlicher Wind) in 6 Stunden gute 28 sm nach Marstal auf die Insel Aerø. Hier proviantierend wird uns erst einmal wieder mit den für uns typisch dänischen Dingen wie frischen Erbsen, Kalle, Knäckebrot und Dosenbier 😉.
Zur Stärkung gibt’s morgens (ok, mittags) Pancakes – lecker!!!
Weiter geht’s 10 sm nach Aerøskøbing. Bei 32 Knoten Wind eine feuchte Angelegenheit aber auch hier stärken wir uns erst einmal wieder in der Räucherei und stoßen natürlich auch auf unseren 5. Hochzeitstag an 🪢
Lütt’n stört Wind und Wasser überhaupt nicht.
Der Wind bläst momentan recht tüchtig – unter Deck herrlich gemütlich und mit Tee (ohne Rum, da müssen wir erst wieder nach Flensburg und unser Fässchen auffüllen) lässt sich auch die Erkältung kurieren 🤧🙏
wieder! Nachdem wir dann auch noch einige Teile unseres WC‘s ausgewechselt haben, geht es doch tatsächlich ohne weitere Vorkommnisse am nächsten Morgen raus. Zuerst kurze Motortestfahrt – alles gut – dann 20sm nach Maasholm (dänisch Mås = feuchte Wiese, holm = Insel) an der Schlei. Wir werden mit herrlichem Segelwetter belohnt! Wir finden einen schönen Platz ganz hinten bei der Werft. Zum Abschluss dann noch Fischbrötchen und Softeis – so geht Urlaub 🙃
… Ölbindetücher haben wir an Bord. Nicht, weil wir eine Katze hätten oder Lütt’n auf‘s Katzenklo geht: für den Notfall. Erfahrungen haben gezeigt das dies im schlimmsten Fall wirklich hilfreiche Dinge an Bord sind. Wir konnten anderen damit schon aushelfen und waren froh, als wir unsere Bilge vom Hydrauliköl reinigen mussten. Das Katzenstreu füllt man am besten in Socken, bindet diese zu und positioniert sie an entsprechenden Stellen. In jedem größeren Hafen gibt es dann entsprechende Entsorgungsmöglichkeiten.
… gut, wenn man viele Freunde hat die einem in Schilksee zufällig über den Weg laufen. Peter geht segeln und leiht uns seinen Bulli. Dank Internet sind Firmen im Umkreis, die Hydraulikschläuche bereitstellen und pressen schnell gefunden. Keine 10 Minuten dauert es und wir haben unseren neuen Schlauch. Ein paar Kilometer weiter können wir 20 Liter Hydrauliköl kaufen. Kein günstiges Vergnügen, aber nützt ja nix. Noch kurze Telefonate mit zwei Motorenbauern, da unser neu erworbenes ATF Öl nicht wie erwartet rot ist. In der Anlage wurde vorher definitiv kein Bio-Hydrauliköl verwendet – also füllen wir erstmal gute 16 Liter ein, warten ein wenig und starten den Motor. Zuerst im Leerlauf ein wenig kuppeln, dann zurück und vor. Anfangs macht die Anlage leichte Geräusche, diese stellen sich aber schnell ein. Wir testen eine gute halbe Stunde unter Last, schauen in die Bilge, kontrollieren die Schlauchleitungen … alles sieht gut aus! Scheint, als hätten wir es geschafft. Morgen ein weiterer Testlauf und dann könnte es theoretisch weitergehen.
Im großen und ganzen haben wir so den Regentag gut verbracht. Gekostet hat uns das ganze knapp 400€ und eine gute Flasche Wein für Peter.
Sollten wir vielleicht …
…Lotto spielen? Wir haben da gerade so eine …-Strähne. Oder haben wir den Riesen geweckt?
Am nächsten Morgen beim Zähneputzen: die automatische Frischwasserpumpe ist aber leise. Komisch. Kommt auch gar nicht soviel Wasser wie sonst. Handy laden … merkwürdig. Funktioniert auch nicht so richtig. Irgendwas passt nicht: unsere Servicebatterie hat das zeitliche gesegnet. Prima! -da wir doch ein Auto haben. Also los und eine neue Batterie kaufen. Auch nur 230€. Ach ja, kurz bevor wir losfahren: ich hab da noch was: unser WC … Fortsetzung folgt. Ich gehe jetzt erstmal Lotto spielen 😉
… haben wir den schlafenden Riesen geweckt? Manchmal kann man sich diese Frage stellen. Wir haben nach anderen Booten Ausschau gehalten, ja. Wir haben ihr das aber nicht erzählt 😉. Letztendlich sind wir jedesmal zum Schluss gekommen, dass der Sturmvogel für uns das richtige Schiff ist. Wie oft haben wir in den letzten Wochen vom nun geplanten Umbau gesprochen: nach dieser Saison soll sie in unsere Halle – der große Refit ist beschlossene Sache. Unter anderem soll der Innenausbau neu, eine Dusche an Bord und der Motor nach Achtern versetzt werden, Umbau des Cockpits und Bau einer Kuchenbude. 2025 soll sie dann zum 100. wieder ins Wasser. Schauen wir mal, was noch so passiert 🪢.
… so kann er was erzählen. Wie im vorherigen Beitrag angedeutet ist unser Anlegemanöver in Schilksee etwas aus dem Ruder gelaufen. Aber erstmal der Reihe nach (auch für Nicht-Segler):
Ein Anlegemanöver ist ein seemännisches Manöver, bei dem ein Wasserfahrzeug einen Liegeplatz ansteuert, um dort festzumachen. Das Manöver unterteilt sich in drei Phasen. Nach der Planung, in die Überlegungen zur Anlegestelle, dem Wind, der Strömung und eventueller Fremdhilfe einfließen, geschieht die geordnete und gegebenenfalls geleitete Ausführung des Manövers. Zuletzt wird das eigentliche Festmachen durchgeführt (geklaut bei Wikipedia).
Soweit, so gut. Wir hatten bei Einfahrt in die enge Gasse alle Vorbereitungen zum Anlegen abgeschlossen und waren bereit. Leider war kein Liegeplatz frei und wir wendeten unsere 13 m. Beim Einlegen des Rückwärtsgangs knallt es plötzlich. Carsten, am Ruder hört es deutlich. Ich, auf dem Vorschiff bekomme es nur leise mit. Ich höre nur „Motorsusfall. Kann kein Gas geben und nicht rückwärts, nicht stoppen! Fender Backbord!“. Ich reagiere: hänge die Fender um, pfeife einem Entgegenkommer entgegen, der die Situation nicht mitbekommen hat. Glücklicherweise reicht der letzte Schub noch um den Sturmvogel in Fahrtrichtung zu manövrieren und nicht quer zwischen den Dalben zu landen. Schlecht ist der böiger Wind, welcher uns nun mit ordentlich Schub voran schiebt. Schnell stehen helfende Hände am nächstgelegenen Steg. Fender, Leinen alles vorbereitet: mit viel Fahrt voraus Richtung Steg – blöder Wind! Carsten kann uns zum Glück abbremsen: achtern Leine raus, um eine Klampe an einem längsseits am Steg liegenden Boot, zum Glück erwischt. Der Rest läuft wie am Schnürchen. Erstmal fest!
Schadensbegutachtung: Motor erstmal ausstellen, Bodenbretter hoch. Schnell ist der Verursacher schon mal eingegrenzt. Die Bilge (tiefster, zugängiger Bereich im Schiffsrumpf oberhalb des Kiels) ist gefüllt mit Hydrauliköl. Das gehört da nicht hin! Wir haben einen hydraulischen Antrieb (der Motor vom Sturmvogel wurde in den 70er Jahren als aktiver Ballast kurz hinterm Mast positioniert – Regattasegler ;-)) und offensichtlich ein Problem. Schnell ein paar leere Kanister organisieren und abpumpen. Glücklicherweise war die Menge so gering, dass unsere automatische Bilgepumpe nicht angesprungen ist (dies wäre sonst direkt Aussenboards gelandet- Umweltschaden!). Riesensauerei ist dies trotzdem. Alles voller Hydrauliköl. Nach erster, grober Reinigung kommt ein defekter Hydraulikschlauch zutage. Anscheinend hat sich der Schlauch so ungünstig positioniert, dass er sich über die lange Fahrt (100 km Nord-Ostsee Kanal?) an einer eisernen Bodenwrange aufgerieben hat. Da haben wir wohl nicht richtig aufgepasst. Anders ist das nicht zu erklären. Glücklicherweise nur unser Schaden. Jetzt erstmal schauen, wie wir uns organisieren. Der Urlaub ist ja erst angefangen und wir nehmen es relativ gelassen. Immerhin sind wir noch in Deutschland und haben hier in Kiel eine ganz gute Logistik. Eine kleine Herausforderung, die auf Langfahrt, in abgelegenen Orten sicher herausfordernder wäre 😉 ein kleiner Test sozusagen.
aus der Kieler Förde. Bei guten 15 Knoten Wind geht’s schnell den kurzen Weg vom Liegeplatz Holtenau nach Kiel Schilksee in den Olympiahafen. Morgen wollen wir bei Sonnenaufgang Richtung Dänemark. Aber, es kommt anders: im nächsten Artikel gibt’s was über spontan defekten Hydraulikantrieb im Anlegenanöver, 12 Tonnen verholen bei guter Brise im engen Hafen … zu Zweit und ohne Motorenkraft 🫤
… als Ankerlicht muss laut Kollisionsverhütungsregeln (KVR) ein weißes Licht verwendet werden, das in einem 360 Grad Winkel rundum leuchtet. Meistens befinden sich diese Lichter weit oben am Top. Aber wer im Dunklen schon einmal in ein Ankerfeld gefahren ist weiß, wie bescheiden diese Lichter weit Oben oft zu sehen sind. Man ist nach Vorne fokussiert und übersieht schnell das leichte Leuchten im Top … Aus diesem Grund nutzen wir zusätzlich noch unsere gute, alte Ankerlaterne. Wir binden sie an unseren Achterstag etwa 2 m über Deck. A) man sieht uns hervorragend B) verbraucht nur Petroleum und keinen Strom C) ist romantisch 😉
in die Ostsee lassen wir es langsam angehen. Nach einem Stop im Binnenhafen von Brunsbüttel, fahren wir gegen Abend nach „Klein Westerland“. Das befindet sich auf km 20 Richtung Kiel. Man kann ankern oder an den vorhandenen Dalben festmachen. „Klein Westerland“ heißt der ansässige Campingplatz. Er verfügt über eine feinsandige Badestelle die frei zugehbar ist. Ein hervorragender Platz für die erste Nacht. Am nächsten Tag geht es bei guten 28 Grad weiter zum Flemhuder See (90 ha groß!) auf km 80. Dieser Ort ist idyllisch. In ruhiger Entfernung kann man die Dickschiffe vorbeiziehen sehen. Toll um auch einen Tag länger zu bleiben: baden und mit dem Hund an Land paddeln, um am NOK spazieren zu gehen. Uns treibt es dann am nächsten Nachmittag dann doch die letzten km weiter nach Kiel. Schnell sind wir geschleust und machen am Schlengel in Holtenau fest. Ein erstes Bad in der Ostsee – herrlich!
… nun ist fast ein Jahr vergangen … und der erste Urlaub steht vor der Tür. Gerne nehmen wir Euch wieder mit. Am kommenden Wochenende soll es losgehen. Nun heisst es noch 4 Tage durchhalten – und los geht es. Mal schauen wohin: wir lassen den Wind entscheiden. Es gibt keine vorgeschriebene Route. Einfach los … Hauptsache Meer.